dr. michael blume
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RELIGIONSWISSENSCHAFT AUS FREUDE
 

Evolutionsbiologie der Religiosität

Auch die Religiosität des Menschen hat eine Natur- und Erfolgsgeschichte. Wir erforschen sie.


„Es scheint mir absurd, zu bezweifeln, dass ein Mensch ein leidenschaftlicher Theist und ein Evolutionist sein kann.“
- Charles Darwin (1809-1882), Begründer der Evolutionstheorie


„Die Religion ist die größte Herausforderung für die Soziobiologie.“
- Edward O. Wilson (geb. 1929), Begründer der Soziobiologie


„Die Religion bildet den Rubikon der Hominisation.“
- Ulrich Lüke (geb. 1951), kath. Theologe, Biologe


„Es hat sich nicht der Mensch eine Moral gewählt, sondern es sind Menschen zur Vervielfältigung ausgewählt worden, die, ohne es zu verstehen, die geeignete Moral verfolgt haben.“
- Friedrich August von Hayek (1899-1992), Wirtschaftsnobelpreisträger


In der mittleren Altsteinzeit begannen unsere Vorfahren - wie auch unsere dann leider ausgestorbenen Verwandten, die Neandertaler - ein neues Verhalten zu zeigen, das dann innerhalb weniger tausend Generationen zu einer menschlichen Universalie evolvierte: Sie bestatteten ihre Toten. Und in den letzten Jahren haben wir Fortschritte dabei gemacht zu klären, warum die Verehrung übernatürlicher Akteure (Ahnen, Geister, Götter, Gott) biologisch erfolgreich war - und ist.


Seit November 2007 bin ich Mitglied der internationalen Forschergruppe Evolutionary Religious Studies (ERS) und habe das Wikireligiosus Projekt ins Leben gerufen - vielleicht haben Sie auch Freude daran? Beim "Handbuch der Religionen (Olzog)" leite ich den Fachbereich Religionsbiologie / Evolutionsforschung.


Veröffentlichungen (Auswahl)


* "Der (r)evolutionäre Erfolg von Religion. Folgen für Säkularisierungstheorien und Theologie(n)", in: GHH Band XVII: "Trotz allem - Wachstum!?", Giessen 2009, S. 92 - 122
* "Warum gibt es noch Atheisten? Evolutionsforschung zum Phänomen des Nichtglaubens", in: GHH Band XVII: "Trotz allem - Wachstum!?", Giessen 2009, S. 67 - 80
* "The Reproductive Benefits of Religious Affiliation", in: Voland, E.; Schiefenhövel, W.: "The Biological Evolution of Religious Mind and Behaviour", Springer Frontier Collection 2009 (Book chapter, English, in print).


* "Homo religiosus", Gehirn und Geist 04/2009. S. 32 - 41


* "Evolutionsgeschichte der Religion - Glauben stärkt Kooperation und Reproduktion", Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte Bd. 29, 2008, S. 21 - 38


* "Die Evolutionstheorie erklärt die Religiosität", von Thomas Mündle in: Die Furche (Österreich), 27.02.2009


* "Die Bio-Logik der 10 Gebote - Warum verbindlicher Glaube nützt", in: Elisabeth Gräb-Schmidt, Wolfgang Achtner: Was ist Religion? Über das Verständnis von Menschenbild und Religion, Institut für Evangelische Theologoie der JLU Gießen 2008, S. 40 - 70


* "Glauben und Demografie - Der übersehene Wettbewerb der Religionen", Die Politische Meinung Nr. 468, KAS April 2008, S. 33 - 39


* "The reproductive Benefits of Religiosity. Empirical findings of Religion, Reproduction and Female Choice towards a Sociobiology of Religion",
International Conference “Trans-Cultural Universals: Biological evolution of religiosity”, Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) – Institute for Advanced Study, September 2007


* "Glaube und Erfolg: Das Ja zum Leben",
Katholisches Sonntagsblatt der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Ausg. 11/2007





Buch:

Vaas, R.; Blume, M.: "Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Zur Evolution der Religiosität", Hirzel 2009

Vaas & Blume: Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität. Hirzel 2009



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